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Konzert zusammen mit Young Steinway Artist 2019

Zusammen mit der Firma Werner Immobilien Heilbronn kooperiert das Jugend Sinfonieorcheser Neckarsulm und erarbeitet zusammen mit dem Young Steinway Artist Maximilian Schairer den ersten Satz des Klavierkonzertes No 20 von Wolfgang Amadeus Mozart. 

Das 20. Klavierkonzert entstand im Februar 1785 in Wien. Es gilt als erstes sogenanntes sinfonisches Konzert Mozarts. Einen Tag nach der Fertigstellung wurde das Klavierkonzert am 11. Februar 1785 im Wiener Casino „Zur Mehlgrube“ uraufgeführt, wobei Mozart selbst den Solopart übernahm. Vater Leopold Mozart, der bei der Uraufführung anwesend war, äußerte sich in einem Brief an Mozarts Schwester lobend über das Konzert.

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BUGA-Konzert der Extraklasse

Dass sie ein Konzert der Extraklasse erwartet, hatten die Zuhörer, die die Plätze der Sparkassenbühne auf der Heilbronner Bundesgartenschau voll belegten, wohl geahnt.

EIN BESONDERER FLÜGEL

Für die Chopin- und Mozart-Interpretationen erhalten der 21-jährige Pianist Maximilian Schairer und das Neckarsulmer Jugend-Sinfonieorchester begeisterten Applaus. Foto: Ute Plückthun

Immerhin waren gleich mehrere Höhepunkte beim gemeinsamen Konzert angekündigt, das Werner-Immobilien präsentierte: Das Jugend-Sinfonieorchester (JSO) aus Neckarsulm unter Leitung von Jochen Hennings und ein echter Steinway-Flügel, den Lisa-Marie Ehrenfried und Maximilian Schairer auf ausgezeichnete Weise zum Klingen brachten. 

Das Anliegen, "das Musizieren auf dem Steinway-Flügel auch künftig jungen Menschen zu ermöglichen“, erläuterte sein neuer Besitzer Martin Werner, Geschäftsführer der Heilbronner Werner-Immobilien: "Er stammt aus dem Nachlass meines Onkels Rudolf Werner.“ Dieser war 40 Jahre lang als Konzertpianist, Organist und insbesondere Musiklehrer an der Städtischen Musikschule Neckarsulm tätig. Nach einem einstimmigen Familienbeschluss, dass das Instrument "in der Familie bleiben“ muss, hatte er es im Dezember 2017 erworben. 

GUTE EINDRÜCKE

Es gibt auch weitere Verbindungen zum Jugend-Sinfonieorchester: "Mein Vater Felix Werner war Lehrer am Theodor-Heuss-Gymnasium, später Rektor am Ludwigsburger Schiller-Gymnasium, Komponist und 40 Jahre als Kirchenmusikdirektor am Deutschordensmünster St. Peter und Paul in Heilbronn engagiert“, so Martin Werner. Beide hatte Jochen Hennings wiederum in seiner Musiklaufbahn als "tolle Persönlichkeiten“ schätzen gelernt. Felix Werner hat bei dem damals zwölfjährigen Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums "bleibenden Eindruck“ hinterlassen. Rudolf Werner hat er "als Kollegen und väterlichen Freund an der Musikschule“ erlebt: "Eine enge, sehr gute Bindung“, versicherte er.

Klar, dass es sich das Jugend-Sinfonieorchester mit rund 80 Akteuren nicht nehmen ließ, das Konzert zu umrahmen und zu begleiten. Die Eröffnung gestalteten die jungen Musiker mit dem ersten Satz aus Robert Schumanns Konzertstück, das der Komponist selbst als "ganz kurios“ bezeichnet hatte. "Wenige Jahre zuvor erst waren Ventilhörer erfunden worden“, erklärte Dirigent Hennings. Von der herausragenden Qualität der Solisten Lydia BöhringerMartin GärtnerBjörn Friedel und Fabian Herdtle, der vier weiteren Tutti-Hörner und des gesamten Orchesters zeigten sich die Zuhörer komplett begeistert.

BEGABTE NACHWUCHSTALENTE

Dass Lisa-Marie Ehrenfried, einst Gewächs der Neckarsulmer Musikschule und inzwischen nach Stuttgart in eine Begabtenklasse zu Romuald Noll gewechselt, erst zwölf Jahre alt ist, erschien angesichts ihrer überragenden Leistung beinahe unglaublich. Professionell, einfühlsam und hingebungsvoll: Frédéric Chopins "Andante spianato et Grande Polonaise brillante op. 22“ spielte sie so gelungen, dass sie die Zuhörer nicht ohne eine Zugabe von Rachmaninow von der Sparkassenbühne ließen.

Das JSO leitete mit dem rasant und mitreißend dargebrachten slawischen Volkstanz "Skocná“ aus Bedrich Smetanas "Die verkaufte Braut“ über zur Pause. Danach wartete auf das Publikum ein weiterer Glanzpunkt: Der erfahrene, erst 21-jährige "Young-Steinway-Artist“ Maximilian Schairer hielt, was im Programmheft mit "außergewöhnlicher künstlerischer Reife“ und "tiefem Werkverständnis“ angekündigt war.

Bereits seine Interpretation von Chopins "Ballade Nr. 4 f-Moll op. 52“ beeindruckte derart, dass die Zuschauer sich stehender Ovationen nicht enthalten konnten. Überragendes Niveau zeigten der Stuttgarter und das JSO ebenso beim anspruchsvollen "Klavierkonzert Nr. 20 d-Moll KV 466“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Das junge Orchester unterstrich seine Topleistung zum Abschluss mit Johann Strauß' "Eljen a Magyar op. 332“ und der "Irish Suite Nr. 2“ von Leroy Anderson