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Chorprojekt Te Deum 2015

Gemeinsam mit dem Schüler-Lehrer-Eltern Chor des Albert Schweizer Gymnasiums erarbeitete das Orchester Josef Haydns Te Deum. Zusammen mit verschiedenen weiteren Stücken das Orchesters sowie des Chores wurde die Messe in der St. Dyonisius Kirche Neckarsulm sowie in der Heilig-Geist Kirche Amorbach zur Aufführung gebracht.

Te Deum ist der Anfang eines feierlichen, lateinischen Lob-, Dank- und Bittgesangs der christlichen Kirche. Es entstand wahrscheinlich im 4. Jahrhundert, der Verfasser ist unbekannt. In der Wiener Klassik schrieb Josef Haydn sein eigenes Te Deum wiederum mit lateinischem Text.

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Stimmgewaltig und ausdrucksstark

Neckarsulm Te Deum" vereinte Neckarsulmer Musikschule und ASG-Chöre bei gemeinsamen Konzerten

Von Ute Plückthun

Seit über zwei Jahrzehnten geben das Jugendsinfonieorchester der Städtischen Musikschule und die Chöre des Albert-Schweitzer-Gymnasiums bis auf wenige Ausnahmen jährlich gemeinsame Konzerte. "Sie zählen zu den musikalischen Höhepunkten in Neckarsulm", versicherte Rektorin Barbara Lang. Damit behielt sie auch diesmal Recht: Unter Leitung von Musikdirektor Jochen Hennings und zum ersten Mal von Musiklehrer Michael Meier überzeugten Sänger und Instrumentalisten in der Stadtpfarrkirche St. Dionysius und einen Tag später in der Amorbacher Kirche Pax Christi vor zahlreichen Zuhörern.

Beim Konzert in St. Dionysius, bei dem Roman Kusch das Klangbild der neuen Klais-Orgel auf eindrucksvolle Weise vermittelte, betonte Dekan Siegbert Denk den göttlichen Charakter des Konzerts: Die Töne seien "Boten einer unsichtbaren Welt, die Gott geschaffen hat". Sie stellten deutlich hörbar eine "geheimnisvolle Verbindung zwischen Himmel und Erde" her.

Anspruch Diesem Anspruch wurden die Musizierenden nicht nur durch die Auswahl des Repertoires in voller Weise gerecht. Den Anfang machte im Altarraum das Jugendsinfonieorchester mit Smetanas Ouvertüre zu "Der Kuss", bevor der klangliche Szenenwechsel zur ersten Empore stattfand. Dort betonten der Mittel- und Oberstufenchor sowie der Eltern-Lehrer-Chor nach Christian Mattias Heiß "Willkommen sind die Boten", umrahmt von einem imposanten Orgelspiel.

Einfühlsam ließ der Mittel- und Oberstufenchor "Hebe deine Augen auf" erklingen, um anschließend den jüngsten Chorensembles die Stufen zu überlassen: "My Lord, what a mourning" als dem Tempo der Orgel angepasstes Spiritual intonierten die Unterstufenchöre der Mädchen und der Voice Guys gelungen gemeinsam, ehe die Jungs "An Irish Blessing" anstimmten, das sie in zarte und beeindruckende Höhen führte. Ebenso freudig betont, indessen deutlich stimmgewaltiger fiel die Aufforderung "Joyfully sing alleluja" des Mittel- und Oberstufenchors aus.

Als letzten Beitrag von der Empore stimmte der Eltern-Lehrer-Chor feinsinnig "Dextera Domini" an.

Schreitend, siegesgewiss und triumphal: Anschließend übernahm erneut das Jugendsinfonieorchester mit dem Marsch der Priester aus "Athalie" das musikalische Ruder, während sich die Chöre ihren Weg zum Altarraum bahnten. Das "Te Deum" von Josef Haydn, das sie stimmgewaltig, stimmungsgetragen und mit dynamischen Wechseln ausdrucksvoll umsetzten, vereinte die 150 Akteure unter dem Dirigat von Michael Meier.

Applaus Mit viel Applaus bedankte sich das Publikum für das außergewöhnliche Konzert, indessen vergebens auf eine Zugabe hoffend.

Heilbronner Stimme, 15. Mai 2015