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30 jähriges Jubiläum "Scouts&Chor" 2011

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Scouts Neckarsulm wurden am 1. & 2. Oktober 2011 im Kultursaal der Neckarsulmer Ballei zwei Jubiläumskonzerte aufgeführt. Im perfekten Zusmmenspiel der Scouts und des JSO konnten der begeisterten Anhängerschaft zwei dem Anlass gebührende Konzerte dargeboten werden.

Die Aufführungen wurden aufgezeichnet, profesiononell bearbeitet und als DVD veröffentlicht.

Ganz schön 30!, Neckarsulmer Journal, Ausgabe 02/2011

Ganz schön 30!, Neckarsulmer Journal, Ausgabe 03/2011

Christliche Pop - und Gospelmusik im großen Orchesterklang, musica-e-vita.de, 12. Juli 2011

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Lebensbejahendes Klangerlebnis

Geburtstagskonzert von Scouts-Chor und Jugendsinfonieorchester in der Ballei

Von Ute Plückthun

Neckarsulm - Die Tauglichkeit von Zwei-in-eins-Produkten infrage zu stellen, ist ab und an durchaus angebracht. Nicht jedoch, wenn der Scouts-Chor und das Jugendsinfonieorchester der Neckarsulmer Musikschule gemeinsam auftreten: Dann multipliziert sich das Hörvergnügen auf ein Vielfaches.

Bis auf den letzten Platz war der Kultursaal der Ballei gefüllt, und das gleich zweimal: Mehr als 1000 Zuhörer kamen über den im Eingangsbereich ausgelegten roten Teppich und feierten mit dem Scouts-Chor sein 30-jähriges Bestehen. Leinwandimpressionen von der aufwändigen Vorbereitung sowie ein fulminantes Konzert mit dem Titel "Ganz schön 30" unterstrichen das mitreißende und lebendige Auftreten von Chor und Orchester.

Ex-Pfadfinder 1981 waren die Scouts mit zehn Sängerinnen und Sängern sowie der Scouts-Band gegründet worden. Schon zwei Jahre zuvor hatte die einstige Pfadfinderband bei Gottesdiensten gespielt. "Jazzmessen, die manche der Älteren auch als Rumgehopfe bezeichneten", wie Moderator Torsten Rönisch scherzhaft anmerkte. 1983 beteiligte sich der Chor am ersten Jugendtag in Gundelsheim. Nach weiteren zahlreichen Auftritten erfolgte 1995 das erste Konzert mit der Musikschule Neckarsulm.

Eine Zusammenarbeit, die zum 30. Geburtstag erneut Früchte trug: Gelang dem Jugendsinfonieorchester unter Leitung von Jochen Hennings mit Verdis Aida-Ouvertüre ein triumphaler Auftakt, knüpften die Scouts unter Leitung von Severine Henkel mit rhythmisch betonten Liedern wie "Splitter und Balken", fröhlich-flotten Melodien wie "Jesus reicht dir seine Hand" oder einfühlsam vorgetragenen Texten wie "Breath of heaven" an.

Das mit frühchristlichen, orientalischen und rockigen Elementen versehene "Lobe den Herrn" setzte einen Zwischenhöhepunkt, bevor die Scouts mit dem extra für das kleine Jubiläum ins Leben gerufene Projektchor und dem mehr als 80-köpfigen Orchester zu einer großen musikalischen Einheit verschmolzen. An zehn Chorabenden hatten sich die Scouts und 20 von außerhalb geworbene Mitsänger zum Projektchor vereinigt. Zwei zusätzliche Probenwochenenden brachten das Jugendsinfonieorchester an Bord.

Gänsehaut "Wunder werden wahr": Jedes der schwungvoll vorgetragenen Lieder beinhaltete spirituelle und lebensbejahende Deutungsperspektiven. "Auch "Halleluja" oder "In the Sanctuary" im zweiten Teil, der mit dem Hochzeitsmarsch und der Strauss-Polka "Leichtes Blut" eingeleitet wurde. "Can you feel the love tonight" sorgte für umfassendes Klangvolumen und Gänsehautcharakter gleichermaßen. Als spritzige Rapversion erwies sich der einstige Hippiesong "California Dreaming".

Hinreißend jedoch nicht nur der Gesang der Scouts und die instrumentale Untermalung durch Band und Jugendsinfonieorchester. Als mitreißend erwies sich auch die bewegte Choreografie des Chors, die zum Mitklatschen, Schnippen und Wippen einlud. Etliche Sängerinnen und Sänger zeichneten sich zudem als Solisten aus. Kein Wunder also, dass das Publikum stehend Applaus spendete und auch nach drei Zugaben noch nicht so ganz gesättigt schien.

Heilbronner Stimme, 05. Oktober 2011

Konzert von Scouts und Jugendsinfonieorchester

Herausragendes Zusammenspiel

Der rote Teppich ist ausgerollt. Die Kronleuchter tauchen den Saal in stimmungsvolles Licht. Die schwarz gekleideten Musiker betreten den Raum. Perfekt erklingt der Triumph-Marsch des Jugendsinfonieorchesters der Musikschule Neckarsulm. „Man fühlt sich, als wäre man in Cannes“, eröffnet Torsten Rönnisch humorvoll als Moderator des Abends das Konzert und begrüßt die zahlreich erschienenen Gäste im Ballei-Saal.

Zum 30-jährigen Bestehen der Scouts hat sich der Chor etwas Besonderes einfallen lassen: Zwei Konzerte fanden am Wochenende mit dem Projektchor und dem Jugendsinfonieorchester der Musikschule statt.

Gründung 1981

Seit 1979 spielte die damalige Pfadfinderband „The Scouts“ bei den damals genannten „Jazzmessen“ in Gottesdiensten. Die Scouts + Band wurden 1981 aus 5 Musiker, dem Jugendchor der St.-Johannes-Gemeinde und dem bis dahin alleinigen Sänger Bernhard Hoffmann gegründet. Ab 1983 spielten sie lange Zeit auf dem Jugendtag in Gundelsheim. Auftritte beim Deutschen Katholikentag, Hochzeiten und Gottesdienste standen genauso wie Konzerte z.B. auf der Landesgartenschau auf dem Programm. „Aber auch offen für Neues“, erzählt Torsten Rönisch weiter über die Scouts, „wurde z.B. der regelmäßig stattfindenden Musiktag Music & More vom Chor initiiert.“

Mit ihrem Eingangslied „Splitter und Balken“ präsentieren sich die Scouts mit immer wieder witzigen und neuen Ideen - hier mit Sonnenbrillen. Bei „Breath of heaven“ zeigte Johanna Henkel mit ihrer klaren Stimme, dass es hervorragende Solosänger/-innen innerhalb des Chors gibt. Leben, Freude und Bewegung wurden von Anfang an über den ganzen Abend an das Publikum weitergegeben. So konnte bei dem altbekannten Lied „Jesus reicht dir seine Hand” jeder mit den Fingern schnippen oder klatschen.

Höhepunkt

Ca. 70 Jungmusiker unter der Leitung von Jochen Hennings begleiteten bei den kommenden Stücken den Chor. Nach drei intensiven Probewochenenden entstand ein harmonisches Zusammenspiel von Chor plus Projektchor (ca. 50 Sänger) und dem Jugendsinfonieorchester. Bei „Wunder werden wahr” und „Ins Wasser fällt ein Stein“ bekamen die ca. 500 Gästen im ausverkauften Saal ein abgerundetes Klangerlebnis. Ein gelungenes Solo von Claus Selbmann bei „Can you feel the love tonight" war ein weiteres Highlight im ersten Teil des Abends.

Mit Rap-Einlage und bewegten Choreografien gestaltet sich das Programm unterhaltsam. Es wurde getanzt, geschwungen und geschnippt. Kurzweilig reiht sich ein Titel an den anderen. Durch eine Abstimmung bei ehemaligen Sängern und Chormitgliedern wurde eine Top-20-Hitliste erstellt, verrät Markus Ehrenfried, Leiter des Chores. „Dadurch konnten die beliebtesten Lieder von früher und heute herausgefunden werden”.

Ausdruckskraft

Mit großer Freude und viel Ausdruck motiviert Severine Henkel, musikalische Leitung des Chors, ihre Sänger und Sängerinnen. Der innere Enthusiasmus überträgt sich in Wellen von ihr auf den Chor und von hier auf das Publikum. „Severine Henkel, du kannst begeistern“, moderiert Torsten Rönnisch zielgenau‚ „Hoffentlich bleibt uns Severine, die bald ihr Musikpädagogikstudium beendet, noch lange erhalten", bangt Markus Ehrenfried. Mit dem besinnlichen Segenslied „Von guten Mächten” endete ein wundervoller, gelungener Abend auf den die Scouts und das Jugendsinfonieorchester vollauf stolz sein können.

 

Im Jugendsinfonieorchester spielen ca. 70 Kinder und Jugendliche ab ca. 12 ]ahren. So auch Timo Heller (13 Jahre) aus Erlenbach am Waldhorn. „Das war schon genial", ist sein Kommentar nach dem Konzert. Dieser Meinung sind auch die im ausverkauften Ballei-Saal anwesenden Gäste und belohnen Chor und Orchester mit einem lang-anhaltenden Applaus.

Neckarsulmer Woche, 6. Oktober 2011

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Musikalischer Funke springt über

Konzert von Scouts-Chor und Jugendsinfonieorchester Neckarsulm in der Deutschmeisterhalle

Von Rudolf Landauer

Gundelsheim Wie hört man Gänsehaut? Antworten auf diese Frage gab es in der Deutschmeisterhalle in Gundelsheim gleich mehrfach. Der Neckarsulmer Scouts-Chor und das Jugendsinfonieorchester Neckarsulm zeigten, wie es funktioniert. Ihre Musik ging den Zuhörern direkt unter die Haut.

Schulfreund Eingeladen hatte die evangelische Kirchengemeinde. Deren Pfarrer, Jochen Zimmermann, agierte auch als Moderator. Der Scouts-Chor hat aber sein Wurzeln in einer Pfadfinderband der katholischen jungen Gemeinde in St. Johann Neckarsulm, die sich 1981 zusammenfand. Jochen Zimmermann hat damals mit seinem Schulfreund Claus Selbmann musiziert. Über ihn kam auch das. Konzert in Gundelsheim zustande. Selbmann ist nach wie vor Chormitglied. Nicht nur das, die Solos die er beim Konzert gab, waren mit die Höhepunkte des Abends, etwa bei dem berühmten Song „Oh happy day“, bei dem seine sonore Stimme glänzte. „Wenn ich diese fantastische Musik heute höre, bedaure ich richtig, dass ich damals aufgehört habe“, seufzte der evangelische Pfarrer von Gundelsheim.

Zimmermann zeigte sich auch sehr erfreut, dass von Jochen Hennings, dem Musikdirektor der Musikschule Neckarsulm und Leiter des Jugendsinfonieorchesters, die spontane Zusage kam, zusammen mit dem Scouts-Chor in Gundelsheim ein Konzert zu geben. Und alles noch für umme, wie der Schwabe sagt. Denn man verzichtete auf Gagen und spendete den Erlös der Kirchengemeinde zur barrierefreien Gestaltung des Kircheneingangs und dem Kinderhort an der Grundschule Gundelsheim.

Das Sinfonieorchester eröffnete den Abend gleich mit dem exzellent gespielten Marsch „Pomp and Circumstance“, den Edward Elgar zur Krönungsfeier Edward VII. komponierte. Der Funke sprang vom ersten Stück an auf das Publikum über, das sich gerne eine Gänsehaut verpassen ließ. Motiviert präsentierten sich beide Ensembles, in denen man die professionelle Arbeit von Orchesterchef Jochen Hennings und der Chorleiterin Severine Henkel spürte. Präzise die Einsätze, sauber die Übergänge, man versteht sich offenbar prima. Das ist wohl erforderlich, um rund 130Akteure zu koordinieren.

Glaube Mit einem Paukenschlag, dem „Grand March“ aus Aida, begann der zweite Konzertteil. Weltliche Stücke wie „California dreaming“ und „Can you feel the love tonight" waren darunter. Der überwiegende Teil der Stücke hatte christliche Hintergründe und stellte den Glauben mit allen Facetten in den Mittelpunkt.

Englisch gesungen wurden die Titel „Go down Moses“. „In the Sanctuary" oder „Come see“. Auf Deutsch erklangen „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt" und als krönender Gänsehauterzeuger am Ende des Konzerts „Von guten Mächten“. Das Publikum war richtig begeistert und zeigte dass durch lang anhaltenden Beifall.

 

Heilbronner Stimme 09.10.2012