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Jugendsinfonie Orchester Neckarsulm erobert das grüne Herz Österreichs – die Steiermark

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Wieder zur gewohnten Zeit in den Pfingstferien führte die diesjährige 5-tägige Konzertreise das JSO der Städtischen Musikschule Neckarsulm vom 3. bis 7. Juni in die Steiermark. Mit im Reisegepäck das von Musikdirektor Jochen Hennings vorzüglich erarbeitete Programm für drei Konzerte an höchst unterschiedlichen Aufführungsorten.

Doch bevor das JSO selbst aktiv wurde, kam es bereits auf der Hinfahrt in den Genuss des Mittagskonzertes auf der weltweit größten Domorgel - der Silbermann-Orgel - im Stephansdom in Passau. Bei der 30-minütigen Darbietung konnte man sich von den Klängen dieses technischen Wunderwerkes, bestehend aus 17 974 Pfeifen und 233 Registern einnehmen und begeistern lassen.

Nach kurzem Aufenthalt in der Drei-Flüsse-Stadt wurde am späten Nachmittag in Aigen i. Ennstal im Jugendgästehaus Puttererschlössl mit Badesee – dem Standort der Reise - Quartier bezogen. Die Unterkunft, inmitten einer wundervollen Naturkulisse gelegen, bot mit seinen direkt am Haus befindlichen Möglichkeiten viele Freizeitaktivitäten, die von den jungen Musikerinnen und Musikern gerne - sofern es Proben- und Konzerttermine zuließen - in Anspruch genommen wurden. Zum Glück spielte der Wettergott die meiste Zeit mit, so dass auch diese sportlich orientierten Aktivitäten zum Zusammenwachsen der Orchestermitglieder beitragen konnten.

Das erste Konzert fand am Pfingstsonntag in Aigen vor einer kleinen aber feinen Zuhörerschaft in der dortigen architektonisch gelungenen neuen Volksschule statt. Bereits die Probe am Vormittag unter freiem Himmel hatte etliche Zuhörer/innen angelockt, die dann auch abends ins Konzert kamen und weitere Gäste mitbrachten, die von der Leistung des jungen Orchesters äußerst beeindruckt und begeistert waren.

Am Pfingstmontag standen Besuch und Serenadenkonzert in der steirischen Landeshauptstadt Graz auf dem Programm. Versehen mit zahlreichen Attributen wie z.B. UNESCO-Welterbe, Kulturhauptstadt Europas (2003), City of Design (2011) erlebte das JSO bei der geführten Stadtbesichtigung südländischen Charme, historisches Ambiente und modernstes Design hautnah, bevor es Österreichs zweitgrößte Stadt in Eigenregie erkunden konnte.

Am späten Nachmittag fand dann in historisch einzigartiger Umgebung - im Landhaushof mit seinem Renaissance-Arkadenhof, in dem sich auch der Sitzungssaal des steirischen Landesparlamentes befindet, das Open-Air Serenadenkonzert statt. In diesem einmaligen Ambiente erlebten rund 300 faszinierte Zuhörer/-innen ein mitreißend aufspielendes Jugendsinfonie-Orchester, dessen Klangkraft durch die hervorragende Akustik noch verstärkt wurde.

Der Vormittag des folgenden Tages wurde ausgiebig für Spiel Spaß und Sport genutzt, ein höchst willkommener Ausgleich für die disziplinierte Proben- und Konzerttätigkeit. Zum letzten Konzert dieser Reise ging es nach Schladming, dem Austragungsort der alpinen Skiweltmeisterschaften 2013 und der Special Olympics 2017, einer weltweiten Bewegung von Menschen, die eine neue Welt der Inklusion und Gemeinschaft schaffen. Der Spielort des Orchesters war das dortige hochmoderne Congress-Zentrum: große Bühne und professionelle Ausstattung schufen fantastische Spielbedingungen. Was fehlte, war die großartige Zuhörerkulisse des Vortages! Doch getreu dem Motto „Jetzt erst recht“ erlebten die wenigen Besucher/-innen ein fulminantes Konzert, gekrönt von doppelten Zugaben.

Am nächsten Tag trat das JSO seine Heimreise an, unterbrochen von einem Zwischenstopp in Regensburg, der die Möglichkeit bot, einen ersten Eindruck von dieser wunderbaren Stadt mit seinem überragenden Dom zu gewinnen.

Fazit der diesjährigen Konzertreise:

Ein nachhaltiges Erlebnis für alle, geprägt von viel Gemeinsamkeit in Musik, Spiel, Sport, Begegnungen mit Menschen, Bräuchen und regionalen Besonderheiten der Steiermark. Darüber hinaus erweist sich das JSO als eine Gemeinschaft, deren Orchestermitglieder Verantwortung übernehmen. Es verfügt über etliche herausragende Mitglieder, die initiativ, eigenverantwortlich und kreativ dafür sorgen, dass die Gemeinschaft über das Konzertieren hinaus gefördert und gestärkt wird.

Als Ergebnis ist festzuhalten, dass das JSO überall dazu beiträgt, das hervorragende kulturelle Image der Stadt Neckarsulm auch über Ländergrenzen hinaus zu verbreiten und immer eine herzliche Einladung erhält, wieder zu kommen.