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Reif für die Insel

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war das Jugend-Sinfonieorchester der Städtischen Musikschule Neckarsulm und suchte sich über Pfingsten  der Deutschen liebste Insel, die Insel Sylt hoch im Norden, für ihre diesjährige Konzertreise aus.

Die Insel der Schönen und Reichen – ja, das auch, aber vor allem eine Insel des Küstenschutzes, Schutz des Wattenmeeres und der Dünen in Sichtweite von Dänemark.

Bereits die Anfahrt über den 11,2 km langen Hindenburgdamm von Niebüll aus quer durch das Wattenmeer ist ein Erlebnis mit Blick auf die Leuchttürme von Hörnum und Kampen, der eine rot, der andere weiß. Auf Deutschlands größter Insel (99 Quadratkilometer Fläche) kommt jeder auf seine Kosten: Hier gibt es Trubel, aber auch Stille und Einsamkeit, gute Luft eine ausgezeichnete Badewasserqualität  und 40 km langen brandungsreichen  Sandstrand auf der Westseite der Insel. Kliffs, Heiden und Marschwiesen muss man sich erwandern oder als Radfahrer auf etwa 250 km langen Radwegen erkunden.

Die erste Nacht verbrachte das Orchester mit 73 jungen Musikern mit seinen 8 Betreuern in den Bussen, die am Morgen des nächsten Tages in der Jugendherberge Mövenberg  in List Station machten, um Gepäck und Instrumente auszuladen.

Wie schnell wandern Wanderdünen, was  ist das Geheimnis von Ebbe und Flut, wie überleben Meeresvögel einen Orkan? Im Naturgewalten-Museum in List erfahren Besucher auf 1.500 qm Ausstellungsfläche auf spielerische, emotionale und interaktive Weise viel Interessantes über die großen Themen Leben mit Naturgewalten, Klima, Wetter, Klimaforschung und Kräfte der Nordsee.  Nach dem Besuch des Museums am Ankunftstag fühlte sich die Gruppe schon fast als „Insulaner“ und bestens gerüstet für Unternehmungen auf dieser idyllischen  Insel  mit einzigartiger Naturvielfalt.

Der konzertfreie Pfingstsonntag bot den Jugendlichen Musikern  nah einer öffentlichen Generalprobe am Wattemeer Möglichkeit die Insel zu erkunden und mit Drachen steigen lassen,  im Wasser waten, Muscheln suchen und allem, was zum Urlaub an der See dazu gehört, den Tag zu genießen.

Das beeindruckende Hafen-Zentrum von List mit seiner Ladenvielfalt und Blick auf Hafen und Meer war Kulisse für ein Konzert  am Pfingstmontag.  Sonnenschein und leicht säuselnder Wind sorgten für den Rahmen dieses konzertanten Erlebnisses. Zahlreiche Zuschauer genossen das außergewöhnliche Konzert und applaudierte begeistert.   

Eine Fahrt zu den Seehundbänken mit einem urigen Fischkutter und einem Kapitän, der seinem Publikum Meeresgetier zum Anschauen und für Mutige auch zum Anfassen präsentierte gab es vor dem Konzert.

Gut besuchte Konzerte

Die Auftrittsorte für die weiteren Konzerte  waren mit der evangelischen Kirche in der Innenstadt von Westerland und der Konzertmuschel an der Strandpromenade bestens gewählt und die von Musikdirektor Jochen Hennings ausgewählten und dirigierten Musikstücke  kamen offensichtlich, wie die stehenden Ovationen annehmen lassen, bestens an.

Nach den zwei Ungarischen  Tänzen von Johannes Brahms und der Polka aus der Oper „Die verkaufte Braut“ spielten die Sinfoniker Medleys aus „The Lord Of The Dance“, „James Bond“ und „The Pirates Of The Caribbean“. Die Zugabe, eine fetzige Bearbeitung der heimlichen Neckarsulmer Nationalhymne „Im schönsten Wiesengrunde“ sowie die in der Kirche musizierte Romanze G-Dur von Ludwig van Beethoven mit Konzertmeisterin Lisa Klotz an der Violine wurden besonders begeistert aufgenommen.

Publikum gab es bei den Konzerten mehr als genug: Begeisterte Kurgäste, Urlauber und auch Sylter genossen das abwechslungsreiche Programm.

Eine dreistündige, geführte Inselrundfahrt im Bus, machten die Musiker und Betreuer mit der Insel, die ca. 21.000 Einwohner hat, mit der landschaftlichen Schönheit  und ihren Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten bekannt.

Nach 14stündiger Fahrt mit zwei  Bussen der Firma Zartmann endete am Tag darauf das Konzerterlebnis.

Auch bei dieser Konzertreise  hat das Jugendsinfonieorchester der Städtischen Musikschule , wie bei allen ihren Konzerten, als musikalischer Botschafter für Neckarsulm mit beeindruckender Leistung geworben. Helga Friedel